1. Lungenfunktion

Bei der Lungenfunktionsmessung kann unterschieden werden, ob Ihr Kind unter einem „normalen“ Husten oder einer „asthmatischen Bronchialverkrampfung“ leidet. Besteht der Verdacht auf ein Anstrengungsasthma, wird eine erweiterte Lungenfunktionsprüfung mit Laufbelastung durchgeführt. Die Untersuchung ist meistens ab einem Alter von ca. 5 Jahren gut möglich.


2. Allergiediagnostik auf der Haut – PRICK

Die Allergietestung an der Haut des Unterarmes dient zum Nachweis einer Sensibilisierung gegenüber Pollen, Tierhaaren und Lebensmitteln. Ein definierter Allergenextrakt wird auf die Haut aufgetropft und anschließend leicht angestochen, sodass die jeweiligen Substanzen in die Oberhaut eindringen. Der Pricktest ist für Ihr Kind nahezu schmerzfrei. Die Testreaktion kann nach 15 Minuten abgelesen werden; beurteilt werden Hautrötung und Quaddelgröße. Wir können die Testung bereits im Säuglingsalter durchführen.


3. Allergiediagnostik im Blut – Messung des spezifischen IgE

Bei der IgE Messung (ehemals RAST) handelt es sich um einen Bluttest. In einem aufwendigen Labortest werden spezifische IgE-Antikörper gegen allergieauslösende Stoffe nachgewiesen. Das Ergebnis liegt meist nach ca. einer Woche vor.

Die Zuverlässigkeit von PRICK und spezifischer IgE-Untersuchung wird als in etwas gleichwertig eingestuft. Beim Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie gibt man dem PRICK-Test (mit dem Lebensmittel selbst durchgeführt) den Vorzug.


4. Hyposensibilisierung = Spezifische Immuntherapie

Das Wort Hyposensibilisierung bedeutet „unempfindlich machen“ und ist je nach Allergenart unterschiedlich erfolgreich. Im günstigsten Fall können die Beschwerden ganz verschwinden. Bei Pollenallergien kann man in 80-90% mit einer wesentlichen Besserung rechnen, so dass auch bei massivem Allergenkontakt (z.B. starker Pollenflug) nur noch leichte Beschwerden auftreten. Ebenfalls sehr gute Ergebnisse lassen sich bei Hausstaub- und Insektengiftallergien erzielen. Bei Tierhaarallergien sind die Erfolgsquoten nicht so gut – hier steht zunächst die Vermeidung des Kontakts zum Tier im Vordergrund.

Wir wenden in unserer Praxis in Übereinstimmung mit den medizinischen Leitlinien sowohl die Injektionstherapie (SCIT) als auch die orale Therapie (SLIT) an. Welche Therapie für Ihr Kind geeignet ist erfahren Sie in einem persönlichem Beratungsgespräch.