Informationen zum Corona-Virus

Sehr geehrte Eltern, liebe Patientinnen und Patienten.
Auf dieser Seite versuche ich Ihnen nach und nach wichtige Informationen zum Corona-Virus zur Verfügung zu stellen.
Auf folgenden Webseiten bekommen Sie für Sie und Ihre Familie wichtige Informationen und Antworten zu vielen Ihrer Fragen:

Corona-Virus Schnelltest demnächst bei uns verfügbar
Wir freuen uns, Ihnen wahrscheinlich bis Ende April einen Schnelltest auf Antikörper gegen das neue Corona-Virus anbieten zu können. Weitere Informationen finden Sie hier: Corona-Virus Schnelltest
Unsere Testkapazitäten sind allerdings begrenzt. Jetzt vormerken lassen unter 04705/94990
erstellt: 30.03.2020
 
 

Soll ich meine Asthmamedikation oder die meines Kindes absetzen?

In einem frühen Podcast des NDR mit dem Virologen Prof. Drosten gab dieser den Rat, ggf. eine Asthma Dauertherapie mit einem Korisonspray zu überdenken und ggf. die Therapie umzustellen. Diese Empfehlung wurde von führenden Fachleuten sehr heiß diskutiert und sehr schnell auch dementiert. In einem späteren Podcast hat er seinen Rat dann auch revidiert. Eine Kortisonmedikation stellt kein Risiko für Corona dar! Genau das Gegenteil ist der Fall, ein gut eingestelltes Asthma ist in diesen Tagen wichtiger als je zuvor.

Wenn Sie oder Ihr Kind unter Asthma bronchiale leiden und aktuell mit einer Asthma Dauertherapie gut eingestellt sind, dann führen Sie diese Therapie bitte kontinuierlich fort. Pausieren Sie bitte auch nicht die Therapie Ihres Kindes, auch wenn Sie dies letztes Jahr im Sommer getan haben. Ein stabiles Asthma ist in diesen Tagen extrem wichtig und schützt vor schweren Exazerbationen.

Zum Glück scheint es so, dass Asthma keinen erhöhten Risikofaktor für einen schweren Verlauf von Corona darstellt, eine gute Einstellung vorausgesetzt.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

erstellt: 31.03.2020
 
 

Schnittmuster und Anleitung für selbstgemachte Mund-Nasen-Schutzmasken

Da Erkältungsviren wie das SARS-Corona-Virus-2 über Tröpfchen übertragen wird, raten Experten Menschen mit Erkältungssymptomen wie Husten, einen Mundschutz zu tragen, um das Risiko zu verringern, andere Menschen mit dem Virus zu infizieren. OP-Masken dienen NICHT dem Eigenschutz sondern lediglich dem Fremdschutz! Da wir auf der ganzen Welt durch die Pandemie bedingt einen massiven Mangel an Schutzmasken haben und diese dringend in medizinischen Einrichtungen benötigt werden, sollten Privatpersonen keinen medizinischen Mundschutz verwenden um die Knappheit nicht noch zu verstärken.

Sollten Sie Zuhause nicht benötigte Schutzausrüstung wie OP-Masken, FFP2/3 Masken, größere Mengen Desinfektionsmittel oder Schutzkittel haben, spenden Sie diese bitte Gesundheitseinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Pflegeheimen oder Pflegediensten in Ihrer Umgebung. Hier können diese Materialien wirklich Leben retten.

Um jedoch andere Personen vor der eigenen Infektion zu schützen, gibt es diverse Selbstbauanleitungen für Schutzmasken, die diese Aufgabe hervorragend erfüllen. Ich habe Ihnen hier eine Anleitung der Feuerwehr Essen verlinkt zum Selbernähen von mehrfach verwendbaren Mund-Nasen-Schutzmasken.

Schnittmuster und Anleitung für Atemmasken der Feuerwehr Essen (PDF Datei)

Meine Maske schützt Dich. Deine Maske schützt mich! Mehr Infos hier: Maskeauf.de

erstellt: 26.03.2020
 
 

Corona und Ibuprofen – Die Fakten

Aktuell wird viel über die mögliche Verschlechterung einer Erkrankung am Corona-Virus bei Einnahme von Ibuprofen geredet. Dieses Gerücht wurde von einer Hoax Sprachnachricht gestartet, die über WhatsApp verbreitet wurde. Es gibt dafür keinen wissenschaftlichen Hinweis, auch wenn der Pressesprecher der WHO davon mündlich abgeraten hat. Ein Team von Wissenschaftlern hat darüber spekuliert (Leserbrief im Lancet), dass dies evtl. einen Einfluss haben könnte. Die European Medicine Agency (EMA) bestätigt, es gibt aktuell KEINEN klinischen Hinweis darauf, dass die Einnahme von Ibuprofen oder anderen NSAIDs den Verlauf der Erkrankung am Corona-Virus verschlechtert.

Auch der Virologe Prof. Dr. med. Drosten hat dazu eine klare Meinung: „Es gibt keine Daten dazu. Dieses Virus ist zwar neu, aber andere Coronaviren und andere Erkältungsviren kennt man. Und auch da gibt es keinen Hinweis darauf, dass Ibuprofen irgendwas verschlechtern würde. Ich glaube, das wüsste man inzwischen, wenn das so wäre.“

Neu: WHO rät seit Donnerstag dem 19.03.20 nicht mehr von Ibuprofen bei Corona ab („Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“).

Sie können somit bedenkenlos Schmerzen und Fieber bei Ihrem Kind und sich selber mit Ibuprofen behandeln.

erstellt: 19.03.2020
 
 

Ist eine Grippeimpfung zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll?

Die Grippesaison neigt sich langsam dem Ende zu und für diese Saison ist eine Grippeimpfung nur noch von geringem nutzen, da mit einer optimalen Schutzwirkung erst 2 Wochen nach der Impfung zu rechnen ist. Dennoch sollten Sie über eine Grippeimpfung nachdenken, denn mit jeder Impfung verbessern Sie die Immunabwehr ihres Körpers (oder den Ihres Kindes) für die nächste Grippesaison. Auch wird eine Impfung in der nächsten Saison effektiver, wenn der Körper Grippeviren schon kennt, z.B. durch eine Impfung zum jetzigen Zeitpunkt. Und so wie es aktuell aussieht, wird in der nächsten Infektsaison sowohl die Grippe als auch das Corona-Virus wieder auf uns zu kommen. Ein optimaler Schutz ist daher zu empfehlen.

In Niedersachsen dürfen alle Patienten gegen die Grippe geimpft werden, die eine Indikation nach den aktuellen Schutzimpfungsrichtlinien haben. Welche Indikationen das sind, können Sie auf unserer Info-Seite über die Grippeimpfung nachlesen. Sollten Sie eine Grippeimpfung für Ihr Kind oder sich selber wünschen (wir impfen auch Erwachsene), aber nicht zur Indikationsgruppe gehören, so können Sie die Grippeimpfung als Selbstzahlerleistung bei uns durchführen lassen. Die Preise finden Sie ebenfalls auf der Infoseite zur Grippeimpfung. Bei Fragen rufen Sie uns gerne dazu an.

erstellt: 20.03.2020
 
 

Das Coronavirus Kindern einfach erklärt

erstellt: 24.03.2020
 
 

Wichtige Linksammlung zu Infomaterialien

 
 

Hotlines für Patienten/-innen zum Coronavirus

  • die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und Info Hotline zu Corona: 116117
  • Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de)
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100
  • Einige Bundesländer haben regionale Bürgertelefone eingerichtet – bitte informieren Sie sich auf der jeweiligen Landesseite (z.B. land.nrw, berlin.de, bayern.de).

Corona-Testzentrum:

 
 

Flyer:

Da es vor Ort auch eigene Lösungen durch die jeweiligen Gesundheitsämter und Kassenärztlichen Vereinigungen gibt, bitten wir Sie, deren Internetangebote ebenfalls regelmäßig zu checken!

Tagesaktuelle Informationen zum Corona-Virus: www.bundesgesundheitsministerium.de
Arbeitsrechtliche Informationen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales

 
 

Corona Simulator:

Für alle die, die Englisch sprechen, hier ein guter Artikel mit Simulator, warum die Strategie des Meidens öffentlicher Plätze (social distancing) in den nächsten Tagen und Wochen so wichtig und effektiv ist.

Wer kein Englisch kann, schaut sich die Grafiken (mit den sich bewegenden Punkten) an.

1) Population 5. Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt
2) Population 5. Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt. Rosa sind gesundet und können nicht mehr infiziert werden
3) Population 200 (kleines Dorf): Start ist ein Infizierter. Infizierte stecken jeden an, mit dem sie in Kontakt kommen
4) Population 200: Dieses Mal wird ein Teil der Bevölkerung in eine erzwungene Quarantäne gesteckt (wie in Hubei China)
5) Population 200: Dieses Mal bleibt ein Viertel der Bevölkerung Zuhause.
6) Population 200: Dieses Mal bleiben alle Personen Zuhause, nur jede achte Person nicht

Anhand der Kurven ist klar zu sehen, warum soziale Distanz jetzt am Anfang der Krise so extrem wichtig und effektiv ist.
Darum bleiben Sie mir Ihrer Familie wann immer möglich Zuhause. Besuchen Sie keine Freunde, keine Eltern/Omas/Tanten und Onkel.

 
 

Meine Gedanken zu Corona

Aktuell sieht alles danach aus, dass Kinder ohne schwerere Grunderkrankungen kein Risiko für schwere Verläufe der Corona-Virus-Infektion haben.
Auch bei den meisten Erwachsenen wird die Erkrankung wie eine normale Erkältung verlaufen. Leider wird es aber auch schwerere Verläufe geben und es wird zu Todesfällen kommen.

Worüber wir uns als Eltern von Kindern in den nächsten Tagen und Wochen Gedanken machen sollten sind die Risikogruppen, vornehmlich die Großeltern unserer Kinder. Menschen über 60 und Menschen mit Vorerkrankungen (vornehmlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen) haben ein deutlich höheres Risiko für schwere Verläufe als junge Menschen, darum gilt es, diese Personengruppen besonders zu schützen.

Darum ist es dringend zu empfehlen mit den Großeltern darüber zu sprechen, wie eine Infektion am besten vermieden werden kann. Dazu gehört, auch wenn es die nächsten 6 Monate einen harten Einschnitt in das normale Leben bedeutet, auf alle nicht zwingend notwendigen sozialen Kontakte und Freizeitaktivitäten zu verzichten.

  • Besuche bei den Großeltern zum Kaffee sollten die nächsten Wochen nicht stattfinden! Lieber regelmäßig via Skype telefonieren.
  • Auf eine Kinderbetreuung durch die Großeltern sollte DRINGEND verzichtet werden.
  • Der Besuch der Großeltern zu Ostern, oder der Besuch einer Beerdigung oder der 80. Geburtstag muss abgesagt werden um das Risiko einer Infektion zu minimieren.
  • Wer kann sollte z.B. auch überlegen, ob man nicht für die Großeltern mit einkaufen kann, denn jeder Besuch eines Supermarktes birgt das Risiko einer Infektion.

Auch sollten Sie Arztbesuche, und dies gilt auch für Besuche in meiner Praxis, auf dringende Fälle beschränken.
Einfache Magen-Darm-Infekte, oder Erkältungen sollten Sie nur vorstellen, wenn es Ihrem Kind wirklich schlecht geht.
Krankmeldungen (AU Bescheinigung) und Kinderbetreuungsscheine (Kinder-AU) dürfen die nächsten 4 Wochen für maximal 7 Tage auch telefonisch ohne Untersuchung ausgestellt werden. Rufen Sie uns daher bitte unbedingt vor einem Besuch an!

Ihr Kinder- und Jugendarzt Michael Scheel

erstellt: 12.03.2020 | aktualisiert: 30.03.2020