Informationen zum Corona-Virus

Sehr geehrte Eltern, liebe Patientinnen und Patienten.
Auf dieser Seite versuche ich Ihnen nach und nach wichtige Informationen zum Corona-Virus zur Verfügung zu stellen.
Auf folgenden Webseiten bekommen Sie für Sie und Ihre Familie wichtige Informationen und Antworten zu vielen Ihrer Fragen:

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Wir freuen uns, Ihnen ab jetzt einen Schnelltest auf Antikörper gegen das neue Corona-Virus anbieten zu können. Weitere Informationen finden Sie hier:
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erstellt: 30.03.2020
 
 

WhatsApp Kettenbrief warnt vor Masken bei Kindern unter 12 Jahren – FAKE News

Der aktuell in WhatsApp kursierende Kettenbrief, der vor dem Tragen von Mund-Nase-Masken bei Kindern unter 12 warnt ist ein HOAX.
Die dort getroffenen Behauptungen entsprechen nicht der Realität. Lassen Sie sich bitte nicht verunsichern.

erstellt: 23.04.2020

Stellungnahme des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) e.V.
sowie der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) e.V.
zur Maskenpflicht für Kinder

Bei gesunden, wachen Kindern geht von einer MNB keine Gefahr der Anschoppung von CO2 aus, wenn die MNB nicht als Knebel verwandt wird. MNB dürfen nicht bei Säuglingen oder Kindern eingesetzt werden, die nicht in der Lage sind, die MNB jederzeit zu entfernen. Entsprechend dürfen MNB nicht dauerhaft fixiert am Kopf angebracht werden. Zudem dürfen MNB nicht bei schlafenden Kindern eingesetzt werden. Sie können bei kranken Kindern oder solchen mit besonderen Bedürfnissen eine Gefahr darstellen durch Verlegung der Atemwege.

Infektionen bei Kindern mit SARS-CoV-2 verlaufen meist leicht. Die Rolle von Kindern bei der Übertragung von SARS-CoV-2 ist unklar. Man muss aber davon ausgehen, dass sie genauso empfänglich für eine Infektion mit dem Virus sind und möglicherweise ohne oder nur mit milden Symptomen das Virus genau wie Erwachsene verbreiten können.

Die sichere Handhabung von Masken ist auch für Erwachsene herausfordernd und erfordert eine vorherige genaue Anleitung. Die Masken müssen fest sitzen, das Auf- und Absetzen sowie die Kontrolle des Sitzes sind anspruchsvoll. Werden MNB nicht korrekt benutzt, erhöhen sie die Gefahr der Ansteckung durch den Träger.
Kleinkinder bzw. auch jüngere Kindergartenkinder tolerieren eine Maske im Gesicht in der Regel nicht oder nur spielerisch vorübergehend, ein korrektes und zielgerichtetes Tragen einer MNB zur Verhinderung der Ansteckung anderer ist nicht zu erwarten. Auch junge Schulkinder sollte man nicht zwingen, eine MNB zu tragen, wenn sie dies nicht möchten, weil die Wirksamkeit eine selbstständige und sachgerechte Nutzung voraussetzt. Fehlerhafte Nutzung führt eher zu einer zusätzlichen Kontamination und damit zu einer erhöhten Infektionsgefahr. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre mit besonderen Bedürfnissen wie einer Behinderung, chronischen Erkrankungen der Lunge oder des Herzens sollte über MNB nur nach Rücksprache mit den Eltern und dem behandelnden Kinder- und Jugendarzt entschieden werden.

Wir empfehlen daher, wie auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e.V.2, das regelmäßige Tragen einer Maske frühestens ab 6 Jahren bzw. im Schulalter zu erwägen, wobei beachtet werden muss, dass dies keinen Zwang darstellen darf, gerade bei jüngeren Schulkindern unter 10 Jahren. Im Gegensatz zu MNB können Kinder auch in jüngerem Alter bereits an anderen Maßnahmen der Verminderung der Infektionsausbreitung teilnehmen wie korrektes Händewaschen mit Seife und Hustenetikette. An COVID-19 Erkrankte sollen weiterhin zu Hause isoliert werden.

erstellt: 28.04.2020
 
 

Soll ich meine Asthmamedikation oder die meines Kindes absetzen?

In einem frühen Podcast des NDR mit dem Virologen Prof. Drosten gab dieser den Rat, ggf. eine Asthma Dauertherapie mit einem Korisonspray zu überdenken und ggf. die Therapie umzustellen. Diese Empfehlung wurde von führenden Fachleuten sehr heiß diskutiert und sehr schnell auch dementiert. In einem späteren Podcast hat er seinen Rat dann auch revidiert. Eine Kortisonmedikation stellt kein Risiko für Corona dar! Genau das Gegenteil ist der Fall, ein gut eingestelltes Asthma ist in diesen Tagen wichtiger als je zuvor.

Wenn Sie oder Ihr Kind unter Asthma bronchiale leiden und aktuell mit einer Asthma Dauertherapie gut eingestellt sind, dann führen Sie diese Therapie bitte kontinuierlich fort. Pausieren Sie bitte auch nicht die Therapie Ihres Kindes, auch wenn Sie dies letztes Jahr im Sommer getan haben. Ein stabiles Asthma ist in diesen Tagen extrem wichtig und schützt vor schweren Exazerbationen.

Zum Glück scheint es so, dass Asthma keinen erhöhten Risikofaktor für einen schweren Verlauf von Corona darstellt, eine gute Einstellung vorausgesetzt.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

erstellt: 31.03.2020
 
 

Soll ich die Vorsorgen meines Kindes ausfallen lassen?

Anders als in der BILD Zeitung zu lesen, sollen die Vorsorgen von U2 bis U5 nicht wenn möglich wegfallen! Diese Aussage ist FALSCH und gefährdet unsere Kinder. Die frühen Vorsorgen sind extrem wichtig, auch im Hinblick auf die wichtige Grundimmuniserung durch Impfungen. Auch die Vorsorgen von U6 an werden von uns weiter angeboten.

Bei allen Fragen zu Vorsorgen für Kinder und Jugendliche rufen Sie uns gerne an.

erstellt: 31.03.2020
 
 

Schnittmuster und Anleitung für selbstgemachte Mund-Nasen-Schutzmasken

Da Erkältungsviren wie das SARS-Corona-Virus-2 über Tröpfchen übertragen wird, raten Experten Menschen mit Erkältungssymptomen wie Husten, einen Mundschutz zu tragen, um das Risiko zu verringern, andere Menschen mit dem Virus zu infizieren. OP-Masken dienen NICHT dem Eigenschutz sondern lediglich dem Fremdschutz! Da wir auf der ganzen Welt durch die Pandemie bedingt einen massiven Mangel an Schutzmasken haben und diese dringend in medizinischen Einrichtungen benötigt werden, sollten Privatpersonen keinen medizinischen Mundschutz verwenden um die Knappheit nicht noch zu verstärken.

Sollten Sie Zuhause nicht benötigte Schutzausrüstung wie OP-Masken, FFP2/3 Masken, größere Mengen Desinfektionsmittel oder Schutzkittel haben, spenden Sie diese bitte Gesundheitseinrichtungen, niedergelassenen Ärzten, Pflegeheimen oder Pflegediensten in Ihrer Umgebung. Hier können diese Materialien wirklich Leben retten.

Um jedoch andere Personen vor der eigenen Infektion zu schützen, gibt es diverse Selbstbauanleitungen für Schutzmasken, die diese Aufgabe hervorragend erfüllen. Ich habe Ihnen hier eine Anleitung der Feuerwehr Essen verlinkt zum Selbernähen von mehrfach verwendbaren Mund-Nasen-Schutzmasken.

Schnittmuster und Anleitung für Atemmasken der Feuerwehr Essen (PDF Datei)

Meine Maske schützt Dich. Deine Maske schützt mich! Mehr Infos hier: Maskeauf.de

erstellt: 26.03.2020
 
 

Corona und Ibuprofen – Die Fakten

Aktuell wird viel über die mögliche Verschlechterung einer Erkrankung am Corona-Virus bei Einnahme von Ibuprofen geredet. Dieses Gerücht wurde von einer Hoax Sprachnachricht gestartet, die über WhatsApp verbreitet wurde. Es gibt dafür keinen wissenschaftlichen Hinweis, auch wenn der Pressesprecher der WHO davon mündlich abgeraten hat. Ein Team von Wissenschaftlern hat darüber spekuliert (Leserbrief im Lancet), dass dies evtl. einen Einfluss haben könnte. Die European Medicine Agency (EMA) bestätigt, es gibt aktuell KEINEN klinischen Hinweis darauf, dass die Einnahme von Ibuprofen oder anderen NSAIDs den Verlauf der Erkrankung am Corona-Virus verschlechtert.

Auch der Virologe Prof. Dr. med. Drosten hat dazu eine klare Meinung: „Es gibt keine Daten dazu. Dieses Virus ist zwar neu, aber andere Coronaviren und andere Erkältungsviren kennt man. Und auch da gibt es keinen Hinweis darauf, dass Ibuprofen irgendwas verschlechtern würde. Ich glaube, das wüsste man inzwischen, wenn das so wäre.“

Neu: WHO rät seit Donnerstag dem 19.03.20 nicht mehr von Ibuprofen bei Corona ab („Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“).

Sie können somit bedenkenlos Schmerzen und Fieber bei Ihrem Kind und sich selber mit Ibuprofen behandeln.

erstellt: 19.03.2020
 
 

Ist eine Grippeimpfung zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll?

Die Grippesaison neigt sich langsam dem Ende zu und für diese Saison ist eine Grippeimpfung nur noch von geringem nutzen, da mit einer optimalen Schutzwirkung erst 2 Wochen nach der Impfung zu rechnen ist. Dennoch sollten Sie über eine Grippeimpfung nachdenken, denn mit jeder Impfung verbessern Sie die Immunabwehr ihres Körpers (oder den Ihres Kindes) für die nächste Grippesaison. Auch wird eine Impfung in der nächsten Saison effektiver, wenn der Körper Grippeviren schon kennt, z.B. durch eine Impfung zum jetzigen Zeitpunkt. Und so wie es aktuell aussieht, wird in der nächsten Infektsaison sowohl die Grippe als auch das Corona-Virus wieder auf uns zu kommen. Ein optimaler Schutz ist daher zu empfehlen.

In Niedersachsen dürfen alle Patienten gegen die Grippe geimpft werden, die eine Indikation nach den aktuellen Schutzimpfungsrichtlinien haben. Welche Indikationen das sind, können Sie auf unserer Info-Seite über die Grippeimpfung nachlesen. Sollten Sie eine Grippeimpfung für Ihr Kind oder sich selber wünschen (wir impfen auch Erwachsene), aber nicht zur Indikationsgruppe gehören, so können Sie die Grippeimpfung als Selbstzahlerleistung bei uns durchführen lassen. Die Preise finden Sie ebenfalls auf der Infoseite zur Grippeimpfung. Bei Fragen rufen Sie uns gerne dazu an.

erstellt: 20.03.2020
 
 

Das Coronavirus Kindern einfach erklärt

erstellt: 24.03.2020
 
 

Wichtige Linksammlung zu Infomaterialien

 
 

Hotlines für Patienten/-innen zum Coronavirus

  • die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und Info Hotline zu Corona: 116117
  • Einheitliche Behördenrufnummer: 115 (www.115.de)
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100
  • Einige Bundesländer haben regionale Bürgertelefone eingerichtet – bitte informieren Sie sich auf der jeweiligen Landesseite (z.B. land.nrw, berlin.de, bayern.de).

Corona-Testzentrum:

 
 

Flyer:

Da es vor Ort auch eigene Lösungen durch die jeweiligen Gesundheitsämter und Kassenärztlichen Vereinigungen gibt, bitten wir Sie, deren Internetangebote ebenfalls regelmäßig zu checken!

Tagesaktuelle Informationen zum Corona-Virus: www.bundesgesundheitsministerium.de
Arbeitsrechtliche Informationen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales

 
 

Corona Simulator:

Für alle die, die Englisch sprechen, hier ein guter Artikel mit Simulator, warum die Strategie des Meidens öffentlicher Plätze (social distancing) in den nächsten Tagen und Wochen so wichtig und effektiv ist.

Wer kein Englisch kann, schaut sich die Grafiken (mit den sich bewegenden Punkten) an.

1) Population 5. Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt
2) Population 5. Jeder Infizierte steckt Gesunde an, mit denen er in Kontakt kommt. Rosa sind gesundet und können nicht mehr infiziert werden
3) Population 200 (kleines Dorf): Start ist ein Infizierter. Infizierte stecken jeden an, mit dem sie in Kontakt kommen
4) Population 200: Dieses Mal wird ein Teil der Bevölkerung in eine erzwungene Quarantäne gesteckt (wie in Hubei China)
5) Population 200: Dieses Mal bleibt ein Viertel der Bevölkerung Zuhause.
6) Population 200: Dieses Mal bleiben alle Personen Zuhause, nur jede achte Person nicht

Anhand der Kurven ist klar zu sehen, warum soziale Distanz jetzt am Anfang der Krise so extrem wichtig und effektiv ist.
Darum bleiben Sie mir Ihrer Familie wann immer möglich Zuhause. Besuchen Sie keine Freunde, keine Eltern/Omas/Tanten und Onkel.

 
 

Meine Gedanken zu Corona

Aktuell sieht alles danach aus, dass Kinder ohne schwerere Grunderkrankungen kein Risiko für schwere Verläufe der Corona-Virus-Infektion haben.
Auch bei den meisten Erwachsenen wird die Erkrankung wie eine normale Erkältung verlaufen. Leider wird es aber auch schwerere Verläufe geben und es wird zu Todesfällen kommen.

Worüber wir uns als Eltern von Kindern in den nächsten Tagen und Wochen Gedanken machen sollten sind die Risikogruppen, vornehmlich die Großeltern unserer Kinder. Menschen über 60 und Menschen mit Vorerkrankungen (vornehmlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen) haben ein deutlich höheres Risiko für schwere Verläufe als junge Menschen, darum gilt es, diese Personengruppen besonders zu schützen.

Darum ist es dringend zu empfehlen mit den Großeltern darüber zu sprechen, wie eine Infektion am besten vermieden werden kann. Dazu gehört, auch wenn es die nächsten 6 Monate einen harten Einschnitt in das normale Leben bedeutet, auf alle nicht zwingend notwendigen sozialen Kontakte und Freizeitaktivitäten zu verzichten.

  • Besuche bei den Großeltern zum Kaffee sollten die nächsten Wochen nicht stattfinden! Lieber regelmäßig via Skype telefonieren.
  • Auf eine Kinderbetreuung durch die Großeltern sollte DRINGEND verzichtet werden.
  • Der Besuch einer Beerdigung oder die Geburtstagsfeier sollte abgesagt werden um das Risiko einer Infektion zu minimieren.
  • Wer kann sollte z.B. auch überlegen, ob man nicht für die Großeltern mit einkaufen kann, denn jeder Besuch eines Supermarktes birgt das Risiko einer Infektion.

Auch sollten Sie Arztbesuche, und dies gilt auch für Besuche in meiner Praxis, auf dringende Fälle beschränken.

Ihr Kinder- und Jugendarzt Michael Scheel

erstellt: 12.03.2020 | aktualisiert: 30.03.2020