Neugeborenen-Hörscreening (TE-OAE)

In Deutschland werden etwa 1 bis 3 von 1.000 Kindern mit Hörstörungen geboren. Diese Hörstörungen sollen schnellstmöglich erkannt werden, da sie sonst die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Damit sich die Sprache des Kindes altersgerecht entwickeln kann, sollten Hörstörungen daher innerhalb der ersten sechs Lebensmonate bereits therapiert werden.

Aus diesem Grund hat seit dem 01.01.2009 jedes Neugeborene deutschlandweit einen Anspruch auf ein Hörscreening, das von den Krankenkassen bezahlt wird.

Seit Februar 2021 bieten wir in unserer Praxis das Neugeborenen-Hörscreening für Neugeborene aus Bremerhaven, Cuxhaven, dem Landkreis Cuxhaven, Geestland und der Wurster Nordseeküste an.

Gerne führen wir bei Ihrem Neugeborenen ein Hörscreening durch, sollte dieses in der Geburtsklinik oder bei einer Hausgeburt nicht erfolgt sein. Auch wenn wir nicht Ihr gewünschter Kinderarzt sind, dürfen Sie gerne einen Termin zum Neugeborenen-Hörscreening bei uns vereinbaren.

Für einen Termin rufen Sie uns bitte an: 04705/94990

Die Messung der TE-OAE (das Neugeborenen-Hörscreening)
Das Neugeborenen-Hörscreening erfolgt über die Messung der Otoakustische Emissionen (TE-OAE) und testet Funktionsfähigkeit des Innenohres. Die Messung ist völlig schmerzfrei und erfolgt über kleine Stöpsel im Ohr (wie Kopfhörer) in nur wenigen Sekunden. Aufgrund der neuesten Technik muss Ihr Kind bei der Messung nicht einmal schlafen, auch bei einem ruhigen wachen Baby können wir diese Messung durchführen.

Ist das Ergebnis des Hörscreenings auffällig, muss Ihr Baby noch einmal kontrolliert werden. Das gilt auch dann, wenn der Test nicht aussagekräftig genug war. Zum Beispiel können Reste vom Fruchtwasser oder Käseschmiere im Gehörgang die Weiterleitung des Schalls leicht beeinträchtigen und damit zu einem auffälligen Ergebnis führen.

Neugeborenene Hörscreening mit Otoport Lite TE
Wichtig zu wissen ist, dass das Hörscreening nur die reguläre Funktion der äußeren Haarzellen (Verstärkerzellen) im Frequenzbereich 1 – 4 kHz im Innenohr misst und nicht die Hörfähigkeit Ihres Babys. Ein auffälliger Befund ermöglicht keine genaue Aussage über den Grad einer Hörstörung oder deren Ursache und bedeutet insbesondere nicht, dass Ihr Kind nicht hören kann oder taub ist! Es bedeutet lediglich, dass eine genauere Abklärung eingeleitet werden muss.

Ist auch die wiederholte Testung auffällig, überweisen wir Ihr Kind zu einem HNO-Arzt um ein erweitertes Hörscreening mittels AABR (Automatic Auditory Brain Response) durchführen zu lassen.

Die Messung der AABR (Kontrolle bei auffälligem Neugeborenen-Hörscreening)
Auch die AABR ist für Ihr Baby völlig schmerzfrei. Diese Untersuchung misst, genau wie die OAE, die Funktion der inneren Haarzellen des Innenohres. Zusätzlich wird jedoch auch die Erregungsleitung durch den Hörnerv und die Hörbahn im Hirnstamm im Frequenzbereich 2-5 KHz gemessen. Die Untersuchung erfolgt ebenfalls mittels Sonde (kleiner Kopfhörer) im Ohr Ihres Babys, zusätzlich wird jedoch eine Elektrode (meist eine Klebeelektrode) auf der Stirn Ihres Babys angebracht. Da diese Messung viel störanfälliger ist, ist ein schlafendes Baby Voraussetzung für die Messung.

Auch hier bedeutet das Fehlen der Potentiale ebenfalls nicht unmittelbar, dass ein Kind taub ist! Bei einem auffälligen Ergebnis ist eine weitergehende Abklärung bei einem Facharzt für kindliche Hörstörungen (Pädaudiologie) jedoch unbedingt notwendig.

Gerne führen wir bei Ihrem Neugeborenen ein Hörscreening durch, sollte dieses in der Geburtsklinik oder bei einer Hausgeburt nicht erfolgt sein. Auch wenn wir nicht Ihr gewünschter Kinderarzt sind, dürfen Sie gerne einen Termin zum Neugeborenen-Hörscreening bei uns vereinbaren.

Für einen Termin rufen Sie uns bitte an: 04705/94990